Internationale Beziehungen umfassen alle grenzüberschreitenden Beziehungen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure. Diese Spezialisierung ist einer von sieben Bereichen am Institut für Politikwissenschaft. Der Arbeitsbereich beschäftigt sich mit zentralen Fragen globaler Politik, darunter internationale Sicherheit, globale Ordnung, Außenpolitik, internationale Organisationen und transnationale Netzwerke. Forschung und Lehre verbinden theoretische Ansätze mit empirischer Analyse und legen einen besonderen Schwerpunkt auf aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, internationale Konflikte oder die Verschiebung globaler Machtverhältnisse. Studierende gewinnen Einblicke in die komplexen Dynamiken internationaler Politik und erwerben Kompetenzen, die für Tätigkeiten in Wissenschaft, Diplomatie, internationalen Organisationen und NGOs relevant sind.
Die Forschungsschwerpunkte des Bereichs IB sind:
- Europäische Integration
- Theorien der Europäischen Integration
- Verhandlungen und Entscheidungsprozesse
- Die EU als Akteur auf internationaler Ebene
- Erweiterungspolitik der EU
- Die Klimapolitik
- Gemeinsame Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU (GASP/GSVP)
- Institutionelle Reform und die Zukunft der EU
- Migrationspolitik
- Regionale Integration innerhalb und außerhalb Europas
- Rechtsstaat in den (neuen) Mitgliedstaaten der EU
- EU-US Beziehungen
- Minderheitenpolitik
- Football/Sport und europäische/internationale Politik
- Friedens- und Konfliktforschung
- Internationale Organisationen und Regime
- Außen- und Sicherheitspolitik
- Transatlantische Beziehungen
- US-Außen- und Weltpolitik, mit Fokus u.a. auf innenpolitische Fundierung auswärtiger Politik und US-China Beziehungen
- Entwicklungspolitik als Außenpolitik
- Theorien der Internationalen Beziehungen
- Medien und internationale Politik / Mediatisierung internationaler Beziehungen
Das FANZinE-Projekt untersucht das Potenzial des professionellen Männerfußballs zur Gestaltung und Förderung einer gemeinsamen Identität und des sozialen Zusammenhalts in Europa. Als eines der beliebtesten und am stärksten verbindenden kulturellen Phänomene auf dem Kontinent überschreitet Fußball geografische, kulturelle und sprachliche Grenzen. Seine universelle Anziehungskraft macht ihn zu einem wirkungsvollen Instrument, um Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen europäischen Bürger*innen zu fördern. Als stark europäisierter Sport mit regelmäßigen Spielen zwischen Mannschaften aus ganz Europa, freiem Personenverkehr für Spieler und Personal, intensiver Medienberichterstattung und dichten grenzüberschreitenden Netzwerken von Fans schafft Fußball nicht nur gemeinsame Erfahrungen, sondern spiegelt auch die Vernetzung Europas selbst wider. Fans erleben Europa, knüpfen Verbindungen zu anderen Europäern und erkunden durch ihr gelebtes Fandom eine europäisierte Lebenswelt. Durch die Analyse des Fußballs und der Fußballfandom in Europa möchte dieses Projekt die komplexen Wege aufzeigen, durch die das Verfolgen von Fußball und die Teilnahme an fußballbezogenen Aktivitäten zur Bildung europäischer Identitäten und zur Stärkung sozialer Bindungen beitragen können. Es soll wertvolle Einblicke darin geben, wie eine scheinbar einfache Sportart eine entscheidende Rolle bei der Förderung eines geeinten und kohärenteren Europas „von unten” spielen kann.
Eisen als reaktives Metall hat enormes Potential für die Energiewende. Im Projekt Clean Circles erforschen wir fächerübergreifend, wie das Metall zusammen mit seinen Oxiden in einem Kreislauf als kohlenstofffreier chemischer Energieträger genutzt werden kann, um Wind- und Sonnenergie zu speichern. Das Team um Prof. Dr. Arne Niemann erforscht in dem stark interdisziplinären Projekt, welches in Kooperation mit Forschenden Technischen Universität Darmstadt, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und vielen weiteren Partnerinstitutionen durchgeführt wird, vor allem die sozio-ökonomische Betrachtung des Kreislaufes, etwa in potenziellen Partnerländern.
Die Mainzer Beiträge zur internationalen und europäischen Politik (MPIEP) basieren auf aktuellen Projekten der Arbeitsgruppe Internationale Beziehungen und Beiträgen von Gastwissenschaftlern am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz. Die MPIEP sind in Arbeit befindliche Beiträge, die in der Regel zu einem späteren Zeitpunkt bei Fachzeitschriften mit Peer-Review eingereicht werden sollen. Um ihre Produktion so schnell und einfach wie möglich zu gestalten, sind sie nur online verfügbar. Die Autoren behalten das Urheberrecht an ihren Beiträgen. Die Beiträge sind im PDF-Format verfügbar.
EUFoot (2018-2021)
Das Forschungsprojekt (2018–2021) hatte zum Ziel, die Bedeutung alltäglicher Aktivitäten, hier: Fußballfandom und Zuschauerschaft, für die Bildung einer europäischen Identität zu untersuchen. Die Forschung zur europäischen Identität hat den sportbezogenen und vermeintlich unpolitischen Aktivitäten der Fußballfans bisher wenig Beachtung geschenkt. Dies ist erstaunlich, da das „globale Spiel” in ganz Europa gespielt wird, zunehmend auch im Rahmen europaweiter Wettbewerbe wie der UEFA Champions League und der Europa League. Spielermärkte und Aktivitäten von Fußballvereinen reichen über nationale Grenzen hinaus. Unser Projekt untersucht, inwieweit eine Europäisierung der Wahrnehmungen und Identitäten von Fußballfans in Zeiten europäisierter Spielermärkte, Wettbewerbe und Fußball-Governance-Strukturen stattgefunden hat. Wir haben eine multimethodische Forschungsstrategie verwendet. Die Kombination aus vergleichender Analyse und Triangulation von Daten, die durch Diskursanalyse, Umfrageforschung und ausführliche Interviews gewonnen wurden, diente uns zur Beantwortung unserer Hauptforschungsfrage: Inwieweit sind die Identitäten von Fußballfans in ganz Europa „europäisiert”?
Jean Monnet Lehrstuhl (2012-2015; 2017-2020)
Prof. Arne Niemann war von 2012 bis 2015 und von 2017 bis 2020 Inhaber eines von der Europäischen Kommission verliehenen Jean-Monnet-Lehrstuhls für seine Leistungen in Lehre und Forschung im Bereich der europäischen Integration. Jean-Monnet-Lehrstühle werden weltweit vergeben, um den Lehrstuhlinhabern die Möglichkeit zu geben, die Lehre im Bereich der europäischen Integrationsstudien zu erweitern und zu vertiefen. Der Jean-Monnet-Lehrstuhl für Internationale Beziehungen an der Johannes Gutenberg-Universität befasste sich insbesondere mit der Außenpolitik der Europäischen Union.
Jean Monnet Centre of Excellence “EU in Global Dialogue” (2015-2018)
Eine Kooperation zwischen der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz. Laufzeit 2015–2018: Gesamtbudget 80.000 EUR. Leitung: Prof. Michele Knodt (TU Darmstadt). Stellvertretende Leitung: Prof. Arne Niemann (Universität Mainz). Forschung: Das Projekt fördert beispielsweise Workshops zur externen Dimension der EU-Migrationspolitik und zur regionalen Integration in vergleichender Perspektive. Lehre: Das Exzellenzzentrum JM ermöglicht es der Universität Mainz, ihre innovative Lehre im Bereich EU-Simulationen fortzuführen und auszubauen.
A Peacemaker in the Making? The European Union as an Actor in International Mediation (2015-2017)
Das Forschungsprojekt “A Peacemaker in the Making? The European Union as an Actor in International Mediation“ verfolgt drei grundlegende Forschungsziele. Erstens möchte es zu einem besseren Verständnis beitragen, inwiefern und in welchen unterschiedlichen Ausprägungen die EU als Mediatorin in Friedensverhandlungen engagiert ist. Zweitens soll untersucht werden, in welchem Ausmaß die EU eine effektive Mediatorin darstellt. Drittens sollen unterschiedliche Ausprägungen der Effektivität der EU plausibel theoretisch erklärt werden. Dank der großzügigen Förderung durch die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) untersuchen Prof. Dr. Arne Niemann und sein Team im Rahmen dieses Projektes, inwiefern die Europäische Union als erfolgreiche und effektive Vermittlerin in Friedensverhandlungen agiert. Darüber hinaus ist ein zentrales Ziel des Forschungsprojekts die Generierung von praxisrelevantem Wissen, welches auch als Grundlage zur Etablierung eines Dialogs mit entsprechenden politischen Akteuren dienen soll. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren (Februar 2015 bis Januar 2017) und wird mit knapp 100.000€ von der Deutschen Stiftung Friedensforschung gefördert.
Jean Monnet Multilateral Research Group: “EU-Russia Relations: A Transnational Perspective” (2013-2015)
Laufzeit: 09/2013–08/2015. Koordinator: Universität Kent. Rolle: Projektpartner. Budget: 80.000 EUR.
Dieses Projekt analysiert kritisch den Zustand der Beziehungen zwischen der EU und Russland aus der Perspektive der EU und Russlands.
Im aktuellen Semester werden folgende Lehrveranstaltungen vom Bereich angeboten:
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AG Friedens- und Konfliktforschung
Dozent:in: Dr. Friedrich Plank -
Basissem Internationale Beziehungen
Dozent:in: Dr. Johannes Muntschick; Laura Ulrich; Dr. Doris Unger -
Koll Examenskolloquium Bereich IB
Dozent:in: Univ-Prof. Dr. Arne Niemann -
Praktikum mit Europabezug (min. 6 Wochen)
Dozent:in: Dr. Doris Unger -
Sem (BA/MEd) EU Development Policy in Times of Geopolitics
Dozent:in: PD Dr. habil. Julian Bergmann
Format: hybrid -
Sem (BA/MEd) Interventionen durch Internationale Organisationen
Dozent:in: Dr. Friedrich Plank -
Sem (BA/MEd) Konflikte in den Internationalen Beziehungen: Theorien, Normen und Ökonomie
Dozent:in: Dr. Friedrich Plank -
Sem (MA) Foreign Policy and International Crises
Dozent:in: Dr. Johannes Muntschick -
Sem (MA/MEd) Transatlantic Relations in a Multipolar World
Dozent:in: Univ-Prof. Dr. Arne Niemann -
V Thema IB: Policy-Making in the European Union
Dozent:in: Univ-Prof. Dr. Arne Niemann
WiSe 2025/26
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Seminararbeiten (Modulprüfungen) und Abschlussarbeiten im Bereich IB.
Die Voraussetzung für eine Seminararbeit als Modulprüfung ist die aktive Teilnahme an einem Seminar im Bereich IB (s. die Liste der aktuellen Lehrveranstaltungen). Sprechen Sie den Dozenten/die Dozentin frühzeitig auf Ihren Wunsch an, eine Seminararbeit zu schreiben und besuchen Sie die Sprechstunde, um Ihren Themenwunsch zu besprechen. Melden Sie die Prüfungsleistung innerhalb des offiziellen Anmeldezeitraums über JOGU-StINe an. Beachten Sie beim Verfassen der Arbeit unbedingt die Vorgaben und Empfehlungen zur Anfertigung von Hausarbeiten des Instituts.
Wenn Sie Ihre Bachelorarbeit im Bereich Internationale Politik verfassen möchten, beachten Sie bitte unbedingt folgende Hinweise:
- Bevor Sie sich für eine Bachelorarbeit im Bereich Internationale Politik entscheiden, machen Sie sich bitte sowohl mit den Forschungsschwerpunkten des Bereichs Internationale Politik als auch mit den Vorgaben und Vorgaben und Empfehlungen zur Anfertigung von Haus- und Abschlussarbeiten des Instituts vertraut.
- Bitte richten Sie Ihre Anfrage ausschließlich an Prof. Dr. Arne Niemann (arne.niemann@uni-mainz.de). Prof. Niemann wird das weitere Verfahren mit Ihnen besprechen und Sie ggf. an eine andere Betreuerin oder einen anderen Betreuer im Bereich verweisen. Sie können gerne auch Wünsche bzgl. der Sie betreuenden Person nennen.
- Bitte beachten Sie: Der Bereich Internationale Politik behält sich vor, die Betreuung Ihrer Arbeit aus inhaltlichen oder Kapazitätsgründen abzulehnen.
Bitte stellen Sie Ihre Anfrage mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf und verwenden Sie dieses Dokument, welches bitte vollständig ausgefüllt werden sollte!
Nach der Anmeldung der Arbeit im Prüfungsamt haben Sie zwei Monate Zeit, die BA-Arbeit zu bearbeiten. Darauf folgen ca. sechs Wochen Korrekturzeit, ca. vier Wochen danach findet die mündliche BA-Prüfung statt.
Wenn Sie Ihre Masterarbeit im Bereich Internationale Politik verfassen möchten, beachten Sie bitte unbedingt folgende Hinweise:
- Bevor Sie sich für eine Masterarbeit im Bereich Internationale Politik entscheiden, machen Sie sich bitte sowohl mit den Forschungsschwerpunkten des Bereichs Internationale Politik als auch mit den Vorgaben und Vorgaben und Empfehlungen zur Anfertigung von Haus- und Abschlussarbeiten des Instituts vertraut.
- Bitte richten Sie Ihre Anfrage ausschließlich an Prof. Dr. Arne Niemann (arne.niemann@uni-mainz.de). Prof. Niemann wird das weitere Verfahren mit Ihnen besprechen.
- Bitte beachten Sie: Der Bereich Internationale Politik behält sich vor, die Betreuung Ihrer Arbeit aus inhaltlichen oder Kapazitätsgründen abzulehnen.
Bitte stellen Sie Ihre Anfrage mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf und verwenden Sie dieses Dokument, welches bitte vollständig ausgefüllt werden sollte!
Nach der Anmeldung der Arbeit im Prüfungsamt haben Sie vier Monate Zeit, die MA-Arbeit zu bearbeiten. Darauf folgen ca. sechs Wochen Korrekturzeit und ca. vier Wochen nach dem Ende der Korrekturzeit findet die mündliche MA-Prüfung statt.
Der Bereich Internationale Politik bietet eine Reihe von Diensten bei der Planung und Durchführung von Abschlussarbeiten sowie zur Vorbereitung auf Prüfungen an. Neben der eingehenden Beratung zu Fragen von individuellen Einzelproblemen umfasst diese Beratung insbesondere:
• Hilfe bei der Themenauswahl für Abschlussarbeiten einschließlich der Einordnung in bestehende Forschungszusammenhänge
• Hilfe bei der Konkretisierung auf eine wissenschaftlich tragfähige Fragestellung und die Erarbeitung eines Forschungsdesigns
• Hilfe bei der Operationalisierung der Fragestellung für eine empirische Analyse
• Hilfe bei der Auswahl geeigneter Analysemethoden
• Anleitung zur Durchführung der empirischen Analyse
• Hilfe bei der Auswahl geeigneter Prüfungsthemen
• Hilfe bei der Vorbereitung auf mündliche Prüfungen
Ihr persönlicher und wissenschaftlicher Erfolg ist unser Ziel. Sprechen Sie uns gerne an.
Wenn Sie aktuelle Literatur für Ihre Seminar- oder Abschlussarbeit im Bereich IB suchen, bietet es sich an, wissenschaftliche Zeitschriften zurate zu ziehen. Im Folgenden finden Sie einige Vorschläge. Die Signaturen beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf die Bibliothek des Instituts für Politikwissenschaft an der Uni Mainz:
- American Journal of International Law; Rewi-Bibliothek: 40 Z/j 1
- Blätter für deutsche und internationale Politik
- Cooperation and Conflict; Bibliothek des Instituts für Europäische Geschichte: ZCO 5
- European Foreign Affairs Review
- European Journal of International Law; Rewi-Bibliothek: 49 Z/e 2
- European Journal of International Relations
- European Security
- Foreign Affairs: AZ 254
- Foreign Policy: AZ 78
- Global Society
- International Affairs: AZ 116
- International Economic Review; Rewi-Bibliothek: Z/r 20
- International Migration
- International Migration Review; Pädagogik: Z 282
- Internationale Politik: AZ 1
- International Organization: AZ 45
- International Politics
- International Security: AZ 394
- International Studies Quarterly
- International Studies Review (früher: Mershon International Studies Review)
- Journal of Common Market Studies; ReWi-Bibliothek: Z/j 54
- Journal of Conflict Resolution: AZ 60
- Journal of European Public Policy
- Journal of Peace Research
- Journal of Refugee Studies
- New Political Economy
- Review of International Political Economy
- Review of International Studies
- Security Studies
- Survival
- Third World Quarterly: AZ 71, ab 1990 nur online
- West European Politics: AZ 392
- World Politics: AZ 65
- Zeitschrift für Internationale Beziehungen: AZ 388
- American Journal of Political Science: AZ 70
- American Political Science Review: AZ 55 (1960 ff.)
- Aus Politik und Zeitgeschichte: AZ 5
- European Journal of Political Research: AZ 385
- Political Science Quarterly