DFG-Projekt; Pressemitteilung

Hochschule Rhein-Waal und Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Politikwissenschaftler untersuchen identitätsstiftenden Effekt von Fußball in Europa

DFG fördert gemeinsames Forschungsprojekt zu Fußball und Identitäten an der Hochschule Rhein-Waal und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein kooperatives Forschungsprojekt mit dem Titel „Der Identitätseffekt europäisierter Lebenswelten: Europäisch werden durch Fußball?“ mit insgesamt rund 450.000 Euro. Das Projekt soll die gemeinsame Grundlagenforschung der Hochschulen zum Zusammenhang von sich wandelnden Organisationsformen des Fußballs und dessen gesellschaftspolitisch relevanten Wirkungen empirisch vorantreiben.

Prof. Dr. Alexander Brand (Professur für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen, Hochschule Rhein-Waal) und Prof. Dr. Arne Niemann (Professur für Internationale Politik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz) als Projektverantwortliche freuen sich über diese Unterstützung. „Mit dem Forschungsbudget können wir uns personell deutlich besser aufstellen“, so Professor Brand. Und Professor Niemann ergänzt: „Die identitätsstiftenden Effekte vom Leben eines Fußballfans in verschiedenen Ländern und Vereinen europaweit systematisch zu vergleichen, ist schließlich sehr aufwendig.“

Den thematischen Kontext bildet das gewachsene Interesse von Politikwissenschaft und Soziologie an alltagsweltlichen, nur vermeintlich unpolitischen Handlungen und Dynamiken. Dabei gilt es herauszufinden, ob und inwieweit die verstärkte Europäisierung von Spielermärkten, Wettbewerben und sportrechtlicher Regulation des Fußballs auch zu einem unterschwelligen Bewusstseinswandel seitens der Fans und prinzipiell Fußballinteressierten geführt hat. Damit soll eine Lücke in der Forschung zu europäischer Identität geschlossen werden, die bislang weitgehend übersieht, dass mehr als drei Viertel der Fußballfans und immerhin noch 61 Prozent der EuropäerInnen allgemein der Ansicht sind, Fußball verbinde Europa.

Das an den Standorten Kleve und Mainz angesiedelte Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten und soll im Frühjahr 2018 starten.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Arne Niemann

Bereich Internationale Politik

Institut für Politikwissenschaft

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

55099 Mainz

Tel. +49 6131 39-25486

Fax +49 6131 39-27159

E-Mail: arne.niemann@uni-mainz.de

https://internationale.politik.uni-mainz.de/arne-niemann/

 

Gabriele Stegers

Leiterin Stabsstelle Strategische Kommunikation und Marketing

Hochschule Rhein-Waal

Tel. +49 2821 806 73-9870

E-Mail: gabriele.stegers@hochschule-rhein-waal.de

https://www.hochschule-rhein-waal.de

 

Einsicht E-Klausur

Die Ergebnisse der Modulprüfung im Bereich Internationale Beziehungen im Sommersemester 2017 liegen vor und werden zeitnah vom Prüfungsamt in JOGU-StINe veröffentlicht.

Sie können Ihre Klausur gerne an folgendem Termin nach vorheriger Anmeldung einsehen:

26. September 2017, 10:00 bis 13.00 Uhr

Zur Anmeldung schreiben Sie bitte bis spätestens 22. September 2017 eine E-Mail an Frau Doris Unger (unger@politik.uni-mainz.de). Frau Unger wird mit Ihnen die genaue Uhrzeit Ihres Termins zur Einsichtnahme vereinbaren.

Publiziert am: 5. September 2017. Abgelegt unter Aktuelles

Vortrag und Podiumsdiskussion

Der Bereich Internationale Politik, die Freunde der Mainzer Politikwissenschaft und das Jean Monnet Centre for Excellence „EU in Global Dialogue“ laden zu einem Vortrag und Podiumsdiskussion aus der Reihe „Careers with International Relations and European Studies“ ein:

Am Mittwoch, den 5.7.2017, 17 Uhr, Alte Mensa wird Bénédicte Charbonnier, Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, unter dem Titel „Working in Europe, working with Europe“ einen Einblick in Ihre Arbeit und Karriere geben. Fr. Charbonnier ist Referentin in der Staatskanzlei, wo sie u.a. für die 4er-Partnerschaft Rheinland-Pfalz, Opole, Bourgogne-Franche-Comté, Böhmen zuständig ist. Zuvor arbeitete sie in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Brüssel. Nach dem Vortrag wird es Gelegenheit für Fragen geben.

 

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Europe on the brink? Brexit, Refugees, Eurocrisis, Euroscepticism – Challenges for European Integration“ statt. Es diskutieren: Bénédicte Charbonnier (Staatskanzlei RLP), Dr. Joanna Kulska (Universität Opole) und Prof. Dr. Daniel Stockemer (Universität Ottawa). Die Moderation übernimmt PD Dr. habil. Wolfgang Muno.

Publiziert am: 28. Juni 2017. Abgelegt unter Aktuelles

Ist der Frieden in Europa gefährdet?

Bereich Internationale Politik beteiligt sich an innovativer Lehrveranstaltung von 13 Universitäten zur Krise der europäischen Integration

 

Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU, der Aufstieg von Rechtspopulisten in Europa, die Debatte um die mögliche Schließung der Central European University (CEU) in Ungarn und der Krieg in der Ukraine zeigen, dass die europäische Integration als Friedensprojekt gefährdet und höchst umstritten ist. Herausforderungen wie die Finanzkrise oder Migrationsbewegungen nach Europa werden dabei ebenfalls als gefährdend wahrgenommen und haben in Teilen Europas zu nationalistischen Bewegungen und Tendenzen geführt.

Die durch die Wahrnehmung einer „Gefährdung des Friedens in Europa“ aufgeworfenen Herausforderungen sind Anlass für eine besondere und bisher einzigartige Lehrveranstaltungsform: Ein Seminar als standortübergreifende Ringveranstaltung. Dabei können Forschende und Studierende aus 13 unterschiedlichen Universitätsstandorten über eine digitale Videoplattform und E-Learning-Formate jede Woche über hunderte Kilometer hinweg zusammenarbeiten. Input-Vorträge von renommierten Forschenden aus Deutschland, Griechenland, Ungarn, dem Vereinigten Königreich (Oxford University, London School of Economics and Political Science) und Kanada ermöglichen Diskussionen auf höchstem Niveau.

Das Besondere des Seminars ist dabei vor allem die direkte studentische Interaktion durch Video-live-Kontakt und virtuelle Arbeitsräume. Die Studierenden erarbeiten in diesem Rahmen in universitätsübergreifenden Arbeitsgruppen Fragen, Problemaufrisse und Einschätzungen zu den thematisierten Krisen und stellen diese zur gemeinsamen Debatte. Auch methodisch wird das innovative Konzept des Seminars durch vielfältige Möglichkeiten wissenschaftlichen und journalistischen Arbeitens abgerundet, etwa in Form der Produktion von Zeitungsartikeln, Video- oder Radiobeiträgen.

Ziel des standortübergreifenden Austausches und der multimedialen Aufbereitung der Seminarinhalte ist es, in Abkehr von der klassischen Vortragssituation in den Seminarräumen den Studierenden eine möglichst nachhaltige und perspektivenreiche Auseinandersetzung mit den Inhalten des Seminars zu ermöglichen – thematisch wie auch methodisch. Für einen langfristigen Erfolg des Konzepts sollen die Inhalte des Kurses zu E-Learning-Einheiten umgebaut und für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

An diesem Seminar nehmen ca. 150 Studierende der Universitäten Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Mainz, Marburg und Tübingen teil. Es findet unter Einbettung des AK Curriculum und Didaktik der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) statt.

Weitere Informationen:

Bereich Internationale Politik/ Institut für Politikwissenschaft

Prof. Dr. Arne Niemann

Friedrich Plank, M.A./ Tel. +49 6131 39-20030/ E-Mail: friedrich.plank@politik.uni-mainz.de

Johannes Gutenberg-Universität Mainz/ 55099 Mainz

http://internationale.politik.uni-mainz.de/

Projekthomepage:

www.ringseminar-europa.politik.uni-freiburg.de

Publiziert am: 25. April 2017. Abgelegt unter Aktuelles

Einsicht E-Klausur

Die Ergebnisse der der Modulprüfung im Bereich Internationale Beziehungen im Wintersemester 2016/17 liegen vor und werden zeitnah vom Prüfungsamt in JOGU-StINe veröffentlicht.

Sie können Ihre Klausur gerne an folgendem Termin nach vorheriger Anmeldung einsehen:

27. März 2017, 09:30 bis 13.00 Uhr

Zur Anmeldung schreiben Sie bitte bis spätestens 24. März 2017 eine E-Mail an Herrn Julian Bergmann (bergmann@politik.uni-mainz.de). Herr Bergmann wird mit Ihnen dann die genaue Uhrzeit Ihres Termins zur Einsichtnahme vereinbaren.

Publiziert am: 13. März 2017. Abgelegt unter Aktuelles

Buchvorstellung

Das Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg Universität und der Jean Monnet Centre of Excellence: Europe in Global Dialogue (CEDI) möchten Sie auf folgende Veranstaltung hinweisen und Sie herzlich dazu einladen:

 

Vortrag:

Die „alte“ und die „neue“ Front National (FN) -

von Jean Marie zu Marine Le Pen

Prof. Dr. Daniel Stockemer (University of Ottawa/ Universität Mainz)

Mittwoch, 25. Januar 2017, 17:00 Uhr

Senatssaal in der Nat-Fak (Raum 07-702)

Eintritt frei. Nach dem Vortrag findet ein Umtrunk statt.

 

Im April 2017 wählt Frankreich einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin. Marine Le Pen liegt aussichtsreich im Rennen. Nachdem Sie als Parteichefin im Jahr 2011 gewählt wurde, hat sich die Front National (FN) von einer erfolgreichen Randpartei zu einer etablierten Partei in der französischen Politik gewandelt. Die FN war an drei Fronten erfolgreich: (1) in der öffentlichen Meinungsbildung (für mehr als die Hälfte der französischen Bevölkerung ist die FN jetzt eine Partei wie jede andere), (2) der Entwicklung der Mitgliedschaft (die FN konnte ihre Mitgliederzahl von 20.000 im Jahr 2011 auf 80.000 im Jahr 2015 vervierfachen) und bei Wahlen (die FN hat in allen Wahlen 2014 und 2015 mehr als 25 Prozent der Stimmen errungen). Wie waren diese noch nie dagewesenen Erfolge möglich? Wie konnte die FN so populär werden? Im Vortrag, welcher die Ergebnisse, einer Monographie, die im Februar 2017 in Springer erscheinen wird, zusammenfasst, werden diese Fragen beantwortet. Im Detail werden die „alte“ FN unter Jean Marie Le Pen mit der „neuen“ FN unter Marine Le Pen auf den vier Ebenen – Ideologie der Partei, Parteieliten, Mitglieder und Wähler verglichen. Das Thema ist angesichts der bevorstehenden Wahl von höchster Aktualität und Relevanz.

 

Zur Person:

Prof. Dr. Daniel Stockemer, geb. 1980 in Karlsruhe, 2001-07 Studium der Politikwissenschaft den Universitäten Mannheim, Paris Sorbonne und Connecticut. 2010 Promotion an der University of Connecticut, 2010 Assistant Professor, University of Ottawa, 2014 Associate Professor, University of Ottawa, 2016/2017 Gastprofessur und Humboldt Fellowship, Institut für Politikwissenschaften an der Universität Mainz.

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Daniel Stockemer: Tel: 06131-3922130   Email: dstockem@uni-mainz.de

Publiziert am: 19. Januar 2017. Abgelegt unter Aktuelles

Vortragsankündigung

Aus der Vortragsreihe “Careers with  International Relations and  European Studies“, die durch den Bereich Internationale Politik (GLK-Projekt zur Internationalisierung der Lehre) und den Freunden der Mainzer Politikwissenschaft organisiert wird, findet ein Vortrag in englischer Sprache statt.

Infos in Englisch:

Monday,  November 28th, 16:00 Uhr,  Room 02-751 (GFG)

Speaker: Dr. Jan Ole Kiso “Publishing, investment banking and “turning green” in public administration:  the wonderful things you can do with a Ph.D. in Political Science and European Studies”

Jan Ole Kiso worked for Axel Springer Verlag Strategische Unternehmensplanung, the Tokyo -Mitsubishi Bank in London, at the UK Government Prime Ministers' Strategy Unit, for the UK Department of Energy & Climate Change, and now for the European Commission, DG Energy.

Zuhörer sind herzlich willkommen!

 

Publiziert am: 22. November 2016. Abgelegt unter Aktuelles